Potenzialanalyse-Tag an der Mittelschule Salzachtal bietet spannende Aufgaben mit Selbstreflexion

Die Schüler der 7. Klassen der MS-Salzachtal erlebten vor kurzem zwei spannende Tage mit jeder Menge Selbstreflexion und kniffligen Aufgaben. Die Schule veranstaltete einen sogenannten Potentialanalyse-Tag, bei dem die Jugendlichen einen ehrlichen Überblick über ihre Stärken und Schwächen erhielten.
Warum das Ganze? Als junger Mensch hat man Berufswünsche wie zum Beispiel Schreiner, Architekt oder Mechatroniker. Doch ob das wirklich der richtige Beruf für einen ist und ob man daran auch wirklich ein Berufsleben lang Spaß hätte, lässt sich ohne Praxis nicht wirklich feststellen. Hat man überhaupt das räumliche Vorstellungsvermögen, das man als Architekt braucht? Kann man mit genauen Vorgaben umgehen, die unter anderem beim Beruf des Schreiners gefordert sind? Oder ist man schnell frustriert, wenn man einen Fehler nicht auf der Stelle findet, wie es vielleicht beim Berufsfeld des Mechatronikers vorkommen kann? Die Potentialanalyse helfe den Schülern dabei, die für sie passende Berufsrichtung zu finden, so Konrektor Wolfgang Baumann.
In Kleingruppen lösten die Schüler gemeinsam verschiedenste Aufgaben und konnten dabei erfahren welche geforderten Fähigkeiten bei jedem Einzelnen vorhanden sind und welche nicht. So konnten sie beispielsweise bei der Aufgabe „Gestaltung und Präsentation einer Geburtstagseinladung“ gut sehen, ob sie die Fähigkeit zum Formulieren und den Mut zum Präsentieren vor Zuhörern haben. Hingegen waren beim Origami-Falten das Leseverständnis einer Gebrauchsanleitung sowie Feinmotorik, Konzentration und Durchhaltevermögen gefragt. „Zudem konnten die Schüler hier gut feststellen, wie hoch ihre Frustrationstoleranz ist“, so Baumann.
Beim Gestalten eines eigenen Wappens waren Kreativität, das Feststellen der eigenen Stärken sowie Fantasie gefragt. Räumliches Vorstellungsvermögen und vor allem Teamarbeit brauchte man beim Bau eines Hexenschlosses. Viele Schüler waren hier einer Meinung: „Dieses Gebäude hätten wir alleine nicht bauen können. Ohne das Team war man hier aufgeschmissen. Das war eine richtig coole Aufgabe.“ Das sogenannte Tangram war für die einen ein Segen und für die anderen ein Fluch. Hier musste man Vierecke aus Papier ausschneiden und daraus wie bei einem Puzzle verschiedene vorgegebene Formen nachbauen. Interessant fanden die Siebtklässler auch die Aufgabe, gemeinsam eine WG zu gründen. Wie viele Zimmer werden benötigt, wer schläft wo und wie richtet man die Wohnung ein? Am schwierigsten stuften die Schüler die Aufgabe ein, einen Turm aus Spaghetti und Marshmallows zu bauen. „Hier war die Frustration schon sehr groß“, lacht ein Schüler. Doch sei dies eine der schönsten Aufgaben gewesen, da man auch hier im Team arbeiten konnte, so der Siebtklässler. Fingerfertigkeit und Genauigkeit waren bei der letzten Aufgabe, dem Drahtbiegen, gefragt. Die Schüler bogen mit Werkzeugen und Draht alles vom Herz bis hin zur Windmühle. Am Ende waren sich die Schüler einig, dass die beiden Tage nicht nur Spaß gemacht haben, sondern ihnen auch in einigen Bereichen ihre Grenzen sowie bisher nicht bekannte Fähigkeiten aufgezeigt haben. Im Feedbackgespräch wenige Tage später erhielten die Schüler dann eine individuelle schriftliche Auswertung über ihre Fähigkeiten sowie darauf basierend Empfehlungen für geeignete Berufssparten. „Ein weiterer wichtiger Baustein innerhalb des Berufsorientierungskonzepts der Mittelschule Salzachtal“, so Konrektor Baumann.

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