Mit Erasmus+ nach München: Zwei spannende Tage für die Klassen 7a und M7 (16.–17. April 2026)
Am 16. und 17. April 2026 begaben sich die Klassen 7a und M7 der Mittelschule Fridolfing auf eine spannende zweitägige Fahrt nach München. Die Exkursion stand im Zusammenhang mit dem Erasmus+-Engagement der Schule. Sie bildete den Abschluss eines erfolgreichen Projekts und zugleich den Auftakt für ein neues Vorhaben zum Thema „Übergang von der Schule in den Beruf“. Auf dem Programm standen unter anderem eine ausführliche Führung am Flughafen München mit Besuch der Flughafenfeuerwehr, Einblicke in die nachhaltigen Maßnahmen eines internationalen Großflughafens sowie eine Stadtführung durch die Münchner Altstadt. Neben vielen neuen Eindrücken konnten die Jugendlichen dabei auch erleben, wie wichtig internationale Verständigung und Fremdsprachen im Alltag sind.
Schon früh am Morgen versammelten sich alle Siebtklässler gut gelaunt und voller Vorfreude an der Schule. Pünktlich um 8 Uhr startete die Gruppe mit einem komfortablen Reisebus in Richtung Landeshauptstadt. Die Fahrt verlief angenehm, sodass die Reisegruppe gegen 10 Uhr am a&o Hostel in München-Laim ankam. Nach dem problemlosen Einchecken und dem Abstellen des Gepäcks ging es direkt weiter mit der S‑Bahn zum Flughafen, was dank eines Schienenersatzverkehrs und baustellenbedingten Verzögerungen, vor allem auf der späteren Rückfahrt in die Stadt, zu einer ungeplanten Geduldsprobe wurde.
Vor Ort begann der Besuch mit einem gemeinsamen Mittagessen im Restaurant „Tante Ju’s“ im Besucherpark. Dort wurden alle sehr freundlich empfangen und hervorragend betreut. Eine willkommene Stärkung vor dem nächsten Programmpunkt.
Anschließend startete die große Tour. Der Guide beeindruckte die Teilnehmenden mit seinem enormen Wissen über das internationale Drehkreuz, die verschiedenen Flugzeugtypen und die Airlines. Während der Rundfahrt erklärte eine weitere Begleiterin außerdem, welche Maßnahmen der Airport ergreift, um sein Ziel der CO₂‑Neutralität bis 2035 zu erreichen.
Die Jugendlichen staunten nicht schlecht über die vielen nachhaltigen Lösungen. So werden Flugzeuge am Terminal beispielsweise direkt vom Gebäude aus mit Strom sowie warmer oder kalter Luft versorgt. Dadurch können die Triebwerke ausgeschaltet bleiben, was große Mengen Kerosin und damit CO₂ einspart und gleichzeitig die Lärmbelastung für die Mitarbeiter am Boden reduziert. Auch der Ausbau der Photovoltaik ist beeindruckend. Selbst an den Seiten der Fluggasttreppen befinden sich kleine Solarmodule.
Als der Bus an einer Ladestation für die elektrische Flotte vorbeifuhr, staunte eine Schülerin: „Wahnsinn! Wie viele Busse und Fahrzeuge sind das?“ Die Begleiterin erklärte daraufhin, dass bereits rund die Hälfte der Fahrzeuge auf dem Gelände elektrisch betrieben wird.
Der absolute Höhepunkt der Tour war jedoch der Besuch der Feuerwache Nord. Nach einer kurzen Einführung durfte die Klasse die Fahrzeughalle besichtigen und die riesigen Löschfahrzeuge aus nächster Nähe betrachten. Ein Schüler brachte es auf den Punkt: „Unglaublich, wie groß der ist!“
In der Halle standen gleich vier dieser gewaltigen vierachsigen Fahrzeuge. Eines davon wurde von zwei Feuerwehrmännern aus der Halle gefahren, begleitet von Blaulicht und Martinshorn. Vor der Gruppe angekommen, demonstrierte das Ungetüm eindrucksvoll seine beiden Löschkanonen und sprühte große Wasserfontänen in die Luft.
Im Anschluss durfte jeder, der wollte, das Einsatzfahrzeug auch von innen erkunden und sogar einmal auf dem Fahrersitz Platz nehmen. Die Heranwachsenden nutzten die Gelegenheit außerdem, um den Feuerwehrleuten viele Fragen zu stellen. Besonders spannend war die Information, dass man den Beruf der Feuerwehrfrau oder des Feuerwehrmannes am Airport tatsächlich erlernen kann. Jedes Jahr werden dort rund 18 Auszubildende eingestellt.
Damit wurde auch der Bezug zum neuen Projektthema deutlich. Während der Rundfahrt wurden zahlreiche Berufsfelder vorgestellt, die an so einem Verkehrsknotenpunkt vertreten sind, von Technik und Logistik über Sicherheit bis hin zu Serviceberufen.
Nach der rund zweieinhalbstündigen und recht nervenaufreibenden Rückfahrt mit dem Ersatzverkehr in die Stadt wartete ein weiterer Höhepunkt, das gemeinsame Abendessen im Hard Rock Cafe München. In internationaler Atmosphäre konnten sich alle nach dem erlebnisreichen Tag stärken. Das freundliche Team vor Ort sorgte dafür, dass sich die Gruppe rundum wohlfühlte.
Besonders auffällig war für die Jugendlichen, dass fast alle Kellnerinnen und Kellner hauptsächlich Englisch sprachen. Viele Bestellungen und kurze Gespräche fanden daher ganz selbstverständlich in der Weltsprache statt. So wurde allen schnell klar, wie wichtig Englisch als internationale Verständigungssprache ist, selbst mitten in einer deutschen Metropole.
Eine ähnliche Erfahrung machte die Klasse später im Hostel. Auch dort sprachen einige Angestellte nur wenig Deutsch, sodass Fragen oder Bestellungen ebenfalls auf Englisch formuliert werden mussten. Für viele war es eine spannende und motivierende Erfahrung zu merken, dass sie ihre Sprachkenntnisse aus dem Unterricht bereits erfolgreich im Alltag anwenden können.
Am späten Abend wurden die Zimmer bezogen. Danach konnten die Schülerinnen und Schüler noch bis 22 Uhr den Aufenthaltsraum nutzen. Besonders beliebt war dabei der Snackautomat.
Am nächsten Morgen wurde zunächst gepackt und geräumt, bevor sich alle beim reichhaltigen Frühstücksbuffet stärken konnten. Große Begeisterung herrschte vor allem über das originale Nutella und die beiden Pancake‑Maschinen, die auf Knopfdruck frische Pancakes zubereiteten.
Anschließend ging es erneut mit der S‑Bahn ins Zentrum. Am Marienplatz warteten bereits drei Stadtführerinnen. Nach der Aufteilung in kleinere Gruppen erkundeten die Siebtklässler zwei Stunden lang die bayerische Landeshauptstadt und hörten viele interessante und unterhaltsame Geschichten.
Pünktlich zum berühmten Glockenspiel trafen sich alle wieder am Marienplatz. Danach blieb noch ausreichend Zeit, um in Kleingruppen zu Mittag zu essen und die Fußgängerzone auf eigene Faust zu erkunden.
Alle Teilnehmenden waren während der gesamten Fahrt zuverlässig und pünktlich, sodass der Bus am Nachmittag rechtzeitig erreicht und wie geplant um 16 Uhr die Heimreise angetreten werden konnte. Nach einer angenehmen Rückfahrt erreichte die Gruppe gegen 18 Uhr Fridolfing.
Die zwei Tage in München waren für alle Beteiligten ein besonderes Erlebnis. Spannende Einblicke in ein internationales Unternehmen, beeindruckende Begegnungen mit der Flughafenfeuerwehr, viele neue Eindrücke von München und nicht zuletzt jede Menge gemeinsamer Erinnerungen.
Sebastian Schade
